126000751
Pierre Soulages
Peinture 81 x 60 cm, 2 mai 1957, 1957.
Olio su tela
Stima: € 1,000,000 / $ 1,160,000
Le informationi sulla commissione, le tasse e il diritto di seguito saranno disponibili quattro settimane prima dell´asta.
126000751
Pierre Soulages
Peinture 81 x 60 cm, 2 mai 1957, 1957.
Olio su tela
Stima: € 1,000,000 / $ 1,160,000
Le informationi sulla commissione, le tasse e il diritto di seguito saranno disponibili quattro settimane prima dell´asta.
Pierre Soulages
1919 - 2022
Peinture 81 x 60 cm, 2 mai 1957. 1957.
Öl auf Leinwand.
Rechts unten signiert. Auf dem Keilrahmen signiert und datiert, sowie handschriftlich bezeichnet "ARIEL" und "1507" . 81 x 60 cm (31,8 x 23,6 in).
• Herausragende, kraftvolle Komposition aus den frühen, wegweisenden Schaffensjahren.
• Oberfläche und Lichtreflexion: schon 1954 wesentliche Gestaltungsmittel für den Erfinder des Outrenoir Pierre Soulages.
• Aus der entscheindenden Zeit des internationalen Durchbruchs.
• 1955, 1959 und 1964 ist der Künstler auf der documenta 1, II und III vertreten.
• Vergleichbare Kompositionen der 1950er Jahre befinden sich in den bedeutendsten internationalen Sammlungen, u. a. des Solomon R. Guggenheim Museums, New York, der National Gallery of Art, Washington, D.C., der Londoner Tate, des Centre Pompidou, Paris, und des Folkwang Museums, Essen.
PROVENIENZ: Privatsammlung Süddeutschland.
Privatsammlung Schweiz (2012, Ketterer Kunst).
AUSSTELLUNG: Galerie de France, Paris, 1957.
LITERATUR: Pierre Encrevé, Soulages. L'œuvre complet. peintures, 2, 1959-1978, Seuil, Paris 1995, WVZ-Nr. 300 (m. Farbabb.)
- -
Ketterer Kunst München, A 393 Postwar/Zeitgenössische Kunst 6.09.2012 Los 219 (m.Farbabb.).
1919 - 2022
Peinture 81 x 60 cm, 2 mai 1957. 1957.
Öl auf Leinwand.
Rechts unten signiert. Auf dem Keilrahmen signiert und datiert, sowie handschriftlich bezeichnet "ARIEL" und "1507" . 81 x 60 cm (31,8 x 23,6 in).
• Herausragende, kraftvolle Komposition aus den frühen, wegweisenden Schaffensjahren.
• Oberfläche und Lichtreflexion: schon 1954 wesentliche Gestaltungsmittel für den Erfinder des Outrenoir Pierre Soulages.
• Aus der entscheindenden Zeit des internationalen Durchbruchs.
• 1955, 1959 und 1964 ist der Künstler auf der documenta 1, II und III vertreten.
• Vergleichbare Kompositionen der 1950er Jahre befinden sich in den bedeutendsten internationalen Sammlungen, u. a. des Solomon R. Guggenheim Museums, New York, der National Gallery of Art, Washington, D.C., der Londoner Tate, des Centre Pompidou, Paris, und des Folkwang Museums, Essen.
PROVENIENZ: Privatsammlung Süddeutschland.
Privatsammlung Schweiz (2012, Ketterer Kunst).
AUSSTELLUNG: Galerie de France, Paris, 1957.
LITERATUR: Pierre Encrevé, Soulages. L'œuvre complet. peintures, 2, 1959-1978, Seuil, Paris 1995, WVZ-Nr. 300 (m. Farbabb.)
- -
Ketterer Kunst München, A 393 Postwar/Zeitgenössische Kunst 6.09.2012 Los 219 (m.Farbabb.).
Pierre Soulages zählt zu den bedeutendsten Vertretern der europäischen Nachkriegsabstraktion. Der internationale Durchbruch gelingt ihm in der Zeit zwischen 1954 mit der ersten Ausstellung bei Sam Kootz Gallery, New York, und den frühen 1960er Jahren. Vertreten über diese Galerie, bei der auch Mark Rothko, Robert Motherwell und Williem de Kooning beheimatet sind, wird er in den USA bekannt; Kootz bleibt bis zur Schließung der Galerie 1966 sein transatlantischer Repräsentant. Sam Kootz berichtet begeistert von seiner ersten Soulages Ausstellung (26.4.-15.5.1954) "I have not had so enthousiastic a reception since my first post-war Picasso show in 1947 when all the pictures were sold on the first day" (S.Kootz zit. nach Pierre Encreve, Soulage. Les peintures 1946-2006, Paris 1994, 4.Aufl. 2007, S. 82). Ab 1955 wird Pierre Soulages in Frankreich von der Galerie de France in Paris vertreten. Werden seine Werke zunächst zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, folgen bald große Retrospektiven in europäischen und amerikanischen Museen. Wiederholt ist er auch auf in den 50er und 60er Jahren auf der Documenta in Kassel vertreten.
Pierre Soulages, der unwiederbringlich für die Erfindung der Kunst des Outrenoir steht, konzentriert sich in diesen Jahren in seinen Gemälden auf den subtilen Kontrast bräunlich dunkler, bisweilen schwarz abgetönter Farben vor durchscheinendem hellen Hintergrund. Die Struktur des Malwerkzeuges, mit dem die Farbe aufgeträgt, steht bei der Gestaltung der Oberfläche im Vordergrund. Die vorliegende Leinwand wird von breiten schwarzen Farbzügen bestimmt, die sich über den hellen, bewusst ausgesparten Untergrund erstrecken. Auch der mit breiten Strichen gesetzte Rahmen entlang der Leinwand wird von diesen Farbzügen überlagert. Die dunkle, pastose Farbe liegt über den helleren, transluciden. Das sich diagonal und quer an ein japanisches Schriftzeichen erinnernd über die darunterliegenden flacheren Schichten legende Muster zeigt mit feinem Relief den Strichverlauf und die Momente des Beginns und des Endes der Pinselführung. Dabei erscheint Schwarz nicht als einheitlicher Farbwert, sondern in unterschiedlichen Abstufungen – von tiefer Dunkelheit bis zu einer durchscheinenden, fließenden Transparenz. Die großzügig und breit gesetzten Striche bilden eine spannungsvolle Harmonie aus vertikalen und horizontalen Formen. Ihre kontrollierte Dynamik veranschaulicht die Bedeutung des künstlerischen Gestus und die bewusste Organisation der Bildfläche. In unserem Gemälde "Peinture 81 x 60 cm, 2 mai 1957" arbeitet Pierre Soulages mit einer stark reduzierten Farbpalette. Massives Braun-Schwarz steht vor dem zwischen rötlich-braun und zart-weißen chanchierendem Grund. Der Textur der Farbe misst Pierre Soulages besondere Bedeutung zu: Die reliefartige Oberfläche des Gemäldes geht über den reinen Farbwert hinaus, sie fängt mit ihrem Oberflächenrelief das Licht ein und erzeugt immer neue visuelle Eindrücke. Damit ist er schon auf dem direkten Pfad, der letztlich zu den komplett schwarzen Werken des dem Ourtrenoir verpflichteten Spätwerks führt. Die Funktion des Farbauftrags sieht Pierre Soulages nicht nur der Darstellung des Farbwertes sondern in der Wiedergabe der vielfältigen materiellen, haptischen und licht-reflektierenden Qualitäten. [EH]
Pierre Soulages, der unwiederbringlich für die Erfindung der Kunst des Outrenoir steht, konzentriert sich in diesen Jahren in seinen Gemälden auf den subtilen Kontrast bräunlich dunkler, bisweilen schwarz abgetönter Farben vor durchscheinendem hellen Hintergrund. Die Struktur des Malwerkzeuges, mit dem die Farbe aufgeträgt, steht bei der Gestaltung der Oberfläche im Vordergrund. Die vorliegende Leinwand wird von breiten schwarzen Farbzügen bestimmt, die sich über den hellen, bewusst ausgesparten Untergrund erstrecken. Auch der mit breiten Strichen gesetzte Rahmen entlang der Leinwand wird von diesen Farbzügen überlagert. Die dunkle, pastose Farbe liegt über den helleren, transluciden. Das sich diagonal und quer an ein japanisches Schriftzeichen erinnernd über die darunterliegenden flacheren Schichten legende Muster zeigt mit feinem Relief den Strichverlauf und die Momente des Beginns und des Endes der Pinselführung. Dabei erscheint Schwarz nicht als einheitlicher Farbwert, sondern in unterschiedlichen Abstufungen – von tiefer Dunkelheit bis zu einer durchscheinenden, fließenden Transparenz. Die großzügig und breit gesetzten Striche bilden eine spannungsvolle Harmonie aus vertikalen und horizontalen Formen. Ihre kontrollierte Dynamik veranschaulicht die Bedeutung des künstlerischen Gestus und die bewusste Organisation der Bildfläche. In unserem Gemälde "Peinture 81 x 60 cm, 2 mai 1957" arbeitet Pierre Soulages mit einer stark reduzierten Farbpalette. Massives Braun-Schwarz steht vor dem zwischen rötlich-braun und zart-weißen chanchierendem Grund. Der Textur der Farbe misst Pierre Soulages besondere Bedeutung zu: Die reliefartige Oberfläche des Gemäldes geht über den reinen Farbwert hinaus, sie fängt mit ihrem Oberflächenrelief das Licht ein und erzeugt immer neue visuelle Eindrücke. Damit ist er schon auf dem direkten Pfad, der letztlich zu den komplett schwarzen Werken des dem Ourtrenoir verpflichteten Spätwerks führt. Die Funktion des Farbauftrags sieht Pierre Soulages nicht nur der Darstellung des Farbwertes sondern in der Wiedergabe der vielfältigen materiellen, haptischen und licht-reflektierenden Qualitäten. [EH]



